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Antinährstoffe, kleine aber gemeine Nährstoffsdiebe!

Was sind Antinährstoffe?

Antinährstoffe sind das exakte Gegenteil von Nährstoffen. Genau genommen handelt es bei diesen Stoffen um pflanzeneigene Schutzmechanismen, die die Pflanze vor Fraß schützen sollen. Denn anders als Tiere kann eine Pflanze weder weglaufen oder sich vor dem Tier mit Händen und Füßen verteidigen, so wie wir es tun würden.

Was bewirken Antinährstoffe?

Wie Antinährstoffe wirken hängt von der jeweiligen Substanz ab, denn es gibt für jeden Nährstoff auch ein Gegenstück. Doch alle dieser Stoffe haben eins gemeinsam, sie sollen dafür sorgen das dem Esser das Essen nicht gut bekommt und er sich in Zukunft zweimal überlegt, ob er diese Pflanze vernascht. In folgenden Abschnitt finden sie eine Liste der bekanntesten Antinährstoffe.

Phytinsäure:

Die Phytinsäure ist ein Stoff, der die Aufnahme von Mineralstoffen wie etwa Calcium, Magnesium usw., verhindern soll. Eine zu hohe Aufnahme dieses Stoffes kann zu Mineralstoffmangel führen. Desweiteren beeinträchtigt sie die Arbeit von Eiweißverdauenden Enzymen.

Lektine:

Lektine müssen sie sich als eine Klebstoff für den Darm vorstellen. Genau genommen handelt es sich hier um Eiweiße, die von unserem Körper nicht verdauut werden können. Gelangen zu viele dieser Stoffe in den Dünndarm beschädigen sie die Darmschleimhaut und beeinträchtigen die Nährstoffaufnahme.

Proteaseinhibitoren:

Diese Sorte von Antinährstoffen gehört somit zu den raffiniertesten Abwehrstoffen einer Pflanze. Denn diese Stoffe setzen genau da an, wo Verdauung überhaupt erst anfängt. Jedes Lebewesen braucht Enzyme um die Nahrung in möglichst kleine Bestandteile zu zerlegen, ein Enzyminhibitor macht genau diese Enzyme kapput. Mit diesen Stoffen soll erreicht werden, dass das pflanzliche Eiweiß möglichst unverdauut wieder ausgeschieden wird. Als wenn die Pflanze zum Tier sagen wollte: Tja, war wohl nichts mit meinem Eiweiß.

Phytoöstrogene:

Eine weitere Methode sich als Pflanze vor Fraß zu schützen, ist es deren Vermehrung einzudämmen. Dies geschieht indem die Pflanze weibliche Sexualhormone produziert, die die Produktion männlicher Keimzellen eindämmen soll.

Diverse Giftstoffe

Neben den Stoffen die die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen, produzieren Pflanzen auch Stoffe die den Fraßfeind direkt vergiften sollen. Hierzu gehören beispielsweise das Solanin der Kartoffel oder das Coffein beim Kaffee. Diese Stoffe haben das klare Ziel, denn Fressfeind den gar aus zu machen, wenn er weiter an der Pflanze knabbert.

Fazit: Wie schädlich sind Antinährstoffe?

Um genau zu sagen wie schadhaft sich Antinährstoffe auf den Menschen auswirken, reicht dieser Artikel nicht aus. Er sollte lediglich aufzeigen, das Pflanzen genau wie Tiere über verschiedene Abwehrmechanismen verfügen und teilweise bis an die Zähne bewaffnet sind. Weitere Informationen finden sie unter der Rubrik „Weiterführende Artikel“.

Weiterführende Artikel:
  • Phytinsäure
  • Lektine
  • Proteaseinhibitoren
  • Phytoöstrogene

Antinährstoffe, kleine aber gemeine Nährstoffsdiebe!
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